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19.06.2016
Das #ultrageile Schlammrennen!
>4000 Starterinnen und Starter
Der 18. ULTRA Bike war vor allem eines: dreckig - neuer Rekord beim Kids-Cup

Regen, Regen und nochmals Regen! Auch rund um den Black Forest Ultra Bike Marathon stand das Schmuddelwetter des Frühsommers 2016 ganz oben auf der Gesprächsthemenliste. Sorgten die wochenlangen Niederschläge doch bereits im Vorfeld für ganz spezielle Voraussetzungen – ausgerechnet zur volljährigen Geburtstagparty des größten Mountainbikerennens in Mitteleuropa.

Schon sehr früh verhinderten die Wassermassen von oben also eine weitere neue Rekordteilnahme. Das nötige „Kilometerfressen“ fiel für viele Grobstollenfans einfach buchstäblich ins Wasser. Darunter litt vor allem der ULTRA mit seinen 117 Kilometern und 3.150 Höhenmetern. Nur 765 (von 889 gemeldeten) Biker trauten sich die härteste der insgesamt fünf Strecken überhaupt zu. „So viele Umbuchungen auf eine kürzere Distanz hatten wir noch nie“, berichtete OK-Büroleiterin Carmen Iber.

Und so wusste Erhard Eckmann schon vor dem Renntag, was dieses Mal auf die 4.840 angemeldeten Sportler zukommen wird. Der OK-Chef: „Weil es so weich ist, wird es hart werden!“ Doch genau damit warb Walter Hasper. Der OK-Finanzvorstand augenzwinkernd: „Bei uns kommen eben nur die Harten in den Garten…!“ Das galt 2016 also ganz besonders. Denn neben dem aufgeweichten und nassen Geläuf auf den Strecken wartete schließlich das altbekannte und berüchtigten Motto auf die Teilnehmer: „Keine Gnade für die Wade!“

Doch bevor sich die „Großen“ in die Pedale treten konnten, stand Kirchzarten zwei Tage lang ganz im Zeichen der Jugend! Den Auftakt bildete am Freitag das Landesfinale und das RP-Finale der MTB-Schülermeisterschaft im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“. Hier kämpften sich 420 Jungen und Mädchen ab dem Jahrgang 1998 durch den völlig durchnässten Rundkurs um das Sportstadion.

Tags drauf galt es eine absolute Rekordfahrt zu feiern. Denn für den Kids-Cup 2016 hatten sich sogar insgesamt 359 Nachwuchsbiker angemeldet. So viele wie nie zuvor! In die Pedale getreten haben dann 321 Kids - von der Klasse U9 bis U15 - und 310 kamen schlussendlich ins Ziel. „Das ist doch ein klares Zeichen dafür, dass wir genau auf dem richtigen Weg sind“, strahlte Benjamin Rudiger. Der OK-Sportvorstand happy: „Wir haben den Schulterschluss zwischen den Jüngsten von der U9 bis hin zu den Senioren 4 - bieten dazu eine tolle Festivalatmosphäre.“

Der heutige Sonntag begann dann um 7.30 Uhr mit dem ersten Startschuss im Innerort von Kirchzarten: Bei 12 Grad standen dann die ersten der insgesamt 4.124 übrig gebliebenen wackeren Biker an der Startlinie. Völlig zurecht wurden die mit dem offiziellen ULTRA-Song auf die ungemütliche Reise geschickt: „Lasst uns diesen Weg fahren, wir sind kleine Helden…“

Die größten Helden waren dabei - genauso wie schon 2015 - Andreas Seewald (Lenggries) und Silke Ulrich (Ottobrunn). Sie kamen am besten mit den widrigen Bedingungen zurecht und verteidigten jeweils ihren Vorjahrestitel auf der ULTRA-Distanz. Seewald konnte nach 4.18,23,5 Stunden, Silke Ulrich nach 5.11.39,3 Stunden die Arme hochreißen. Beim klassischen Marathon (77 km/ 2.000 Höhenmeter) siegten Simon Stiebjahn aus Titisee-Neustadt (3.03.42,8 h) und Janine Schneider aus Lottstetten (3.37.26,5 h).

Auf der Power Track-Strecke (89 km/2.300 Hm) dominierten Andreas Kleiber aus Murg (3.19.03,2 h) und Gabi Stanger aus Dettingen (3.55.56,8 h). Sieger des Speed Track (52 km / 1.130 Hm) wurden der Kirchzartener Torben Drach (1.53.11,1 h) und die Freiburgerin Susanne Stampf (2.19.22,7 h). Beim Short Track (43 km/ 900 Hm) fuhren David Horvath (Reutlingen 1.25.44,6 h) und Bianca Purath (Donaueschingen 1.41.30,3 h) als Erste ein.

Doch ganz egal, wann und wie die einzelnen Athleten über die Ziellinie rollten, am heutigen Sonntag galt wieder einmal der gute alte Spruch von Mountainbike-Legende Mike Kluge. Schnaufte der doch bereits 1997 als Sieger der Premierenveranstaltung völlig verdreckt und total kaputt ins Mikrofon: „Jeder, der hier ankommt, ist ein Sieger!“

Und so war es am Ende irgendwie doch wie immer: auch die 18. Auflage des Black Forest ULTRA Bike Marathons wurde zu einem #ultrageilen Erlebnis – dieses Mal eben zu einem #ultrageilen Schlammrennen…

Weitere Informationen sowie alle Ergebnisse unter
www.ultra-bike.de
www.schwarzwaelder-kids-cup.de

Die Stimmen zum Rekordrennen:

Matthias Bettinger (Lokalmatador): „Heute musste ich brutal kämpfen. Zwischendurch hatte ich sogar mal Schüttelfrost. Gerade hinten raus ging nicht so viel wie sonst als. Abhaken!“

Benedikt Doll (Biathlon-Staffel-Weltmeister) bei seiner Premiere: „Auch wenn es zwischendurch ganz schön kalt war, habe ich mich nie gefragt: was tust Du Dir da an?! Ich habe fleißig gegessen, bin ganz gut durchgekommen. Ein schönes Gefühl im Ziel zu sein. Und: als Schwarzwälder muss man den ULTRA-Bike und den Rucksacklauf mal gemacht haben…“

Rebecca Kaltenmeier (Lokalmatadorin): „Vor zwei Wochen hatte ich noch einen Iron-Man, der ist mir ganz schön in den Knochen gesteckt. So bin ich irgendwann eingebrochen. Am Ende bin ich aber happy über Platz drei.“

Silke Ulrich (Siegerin Ultra): „Mann war das eiskalt. Die ganze Zeit. Nur in Todtnau ist kurz mal die Sonne rausgekommen. Aber die Strecke liegt mir einfach. Und weil ich drei Jahre in Freiburg studiert habe, komme ich immer wieder gerne hierher zurück…“

Simon Stiebjahn (Sieger Marathon): „Boah - das war brutal schwer. Es ist von Anfang überhaupt nicht gerollt. Die Augen haben gebrannt, Brille tragen ging aber nicht, weil sie angelaufen ist. Respekt für jeden, der das hier macht…“

Janine Schneider (Siegerin Marathon): „Was für ein Wechsel: bergauf war es klebrig - bergab dafür klitschig. Schön war‘s trotzdem. Gerade der letzte Teil der Strecke hat mir gut gefallen.“

Andreas Seewald (Sieger Ultra): „Heute war es ultrahart. Wir sind 70 Kilometer zu Viert gefahren - da hat immer jemand gepusht. Abwärts bin ich dann als ins Rutschen gekommen - hätte mir einen gröberen Reifen gewünscht. Jetzt bin ich froh, dass es gereicht hat.“

Andreas Hall (Bürgermeister Kirchzarten): „Auch ein Jahr Pause hat was für sich. Ich war eineinhalb Stunden in Aftersteg. Dort ist eine bombastische Stimmung. Die hat mich jetzt so motiviert, dass ich ein Mal unbedingt die „Alpe de Fidlebrugg“ hoch will…“

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